Italienisch am Goethe-Gymnasium ab Klasse 8

Italienisch ist Hauptfach und wird vier Stunden pro Woche unterrichtet. Die Wahl für Italienisch als Profilfach ab der 8. Klasse ist für drei Schuljahre, also bis einschließlich der 10. Klasse, verbindlich. Während dieser Zeit arbeiten wir in erster Linie mit dem neuen Lehrwerk „In Piazza“ (C.C. Buchner Verlag). Anschließend ist es möglich Italienisch in der Kursstufe weiterzuführen und als Abiturfach zu wählen. In Klasse 9.2 findet der Italienaustausch mit unserer Partnerschule in Turin statt. In Klasse 10 besteht die Möglichkeit an einem Sprachzertifikatskurs („Corso di lingua e cultura italiana“) für das Niveau B1 teilzunehmen.

Partnerschule

„Scuola internationale europea statale ALTIERO SPINELLI“ ist der Name unserer Partnerschule in Turin. Anders als in Deutschland fängt die Schule dort jeden Morgen um 8.30 Uhr an. Wer zur 1. Stunde zu spät kommt, darf erst an der 2. Stunde teilnehmen, außer man hat eine Entschuldigung von den Eltern. Vor der 1. Stunde treffen sich meisten Schülerinnen und Schüler vor dem Gebäude und begeben sich dann zusammen zum Klassenzimmer. Jede Klasse hat ein festgesetztes Klassenzimmer, wo die einzelnen Klassen den gesamten Schultag über verbringen. Eine Schulstunde geht 50 Minuten, nach der 3. Schulstunde gibt es eine Pause. Auch das Notensystem in Italien ist anders als bei uns. Es gibt Noten von 1-10, 1 ist das Schlechteste, 10 das Beste. In Italien gibt es den Kindergarten, dann eine Mittelschule und dann die Oberschule. Also was bei uns die 9. Klasse ist, ist dort in der Oberschule die 1. Klasse. Die Klassenzimmer von der „Scuola internationale europea statale ALTIERO SPINELLI“ sind relativ klein, die Klasse bestehen aber auch nur aus 20-25 Schülern. Es gibt in jedem Klassenraum ein Smartboard, welches als Tafel dient, aber es gibt auch noch eine kleine normale Tafel. Das Tagebuch, welches bei uns ein handfestes Buch ist, ist dort als Programm auf dem Smartboard. Viele Informationen werden den Schülern über das Internet, deren Website, mitgeteilt. Jeder Schüler hat seinen eigenen Code und kann sich dadurch anmelden. Dort wird den Schülern mitgeteilt, welche Noten sie in Arbeiten oder Projekten haben, was bei ihnen ausfällt und es werden ihnen auch manchmal Unterlagen geschickt. In der Schule gibt es eine Cafeteria, wo es eine große Auswahl an kalten und warmen Speisen gibt und daneben befinden sich noch zwei Getränkeautomaten. „Scuola internationale europea statale ALTIERO SPINELLI“ ist eine prachenorientierte Schule. Es stehen dort 5 Sprachen zu Verfügung: Französisch, Deutsch, Chinesisch, Englisch und Latein. Man muss 4 Sprachen wählen. Dazu hat man auch andere Fächer in einer Fremdsprache, wie Musik auf Deutsch. Die sprachlichen Fächer werden dort in drei Teile geteilt: Grammatik, Vokabeln (+Anwendung von Grammatik durch Sprechen) und die Muttersprachler, jeder Teil wird von einem anderen Lehrer/ einer anderen Lehrerin unterrichtet. Manchmal unterrichten zwei Lehrer zusammen eine Klasse für eine Stunde. Auf die „Scuola internationale europea statale ALTIERO SPINELLI“ gehen alle Schüler, die sich für Sprachen interessieren und werden nicht wie bei uns auf Gymnasium, Realschule etc. aufgeteilt. Auch anders als in Deutschland kosten die Schulen in Italien Geld. Der Name der Schule kommt von „Altiero Spinelli“, der ein italienischer Politiker, Mitglied der Europäischen Kommission und Abgeordneter der Kommunistischen Partei Italiens im europäischen Parlament war. Bereits als Jugendlicher schloss sich Altiero Spinelli der Kommunistischen Partei Italiens an, die nach der Machtergreifung Benito Mussolinis 1922 im Jahr 1926 verboten wurde. Spinelli war daraufhin im Widerstand gegen das faschistische Regime aktiv und wurde deshalb 1927 festgenommen. Während der Haft löste sich Spinelli zunehmend von der Kommunistischen Partei, da diese den Stalinismus unterstützte. Daraufhin näherte sich Spinelli den Ideen des europäischen Föderalismus an. Dort setzte er sich weiterhin für eine Vertiefung der Integration, vor allem auch im nicht-wirtschaftlichen Bereich, ein. Für seine Verdienste um den Aufbau Europas erhielt Spinelli verschiedene Auszeichnungen.
L. Bächtle, 9a

Unsere Austauschwoche in Turin (19.3-26.3.2017)

Als wir nach einer langen, aber lustigen, Busfahrt endlich in Turin ankamen, wurden wir von unseren Austauschpartnern herzlich in Empfang genommen. Dann gingen wir zu den Austauschpartnern nach Hause. Am nächsten Tag trafen wir uns alle in dem Auditorium der Schule und die Schüler stellten uns einige Sachen, wie zum Beispiel ihr Schulsystem, vor. Danach wurden wir noch von dem Schulleiter begrüßt und dann gab es etwas zu Essen und zu Trinken. Nach dieser Stärkung wurden wir in Kleingruppen geteilt und wir gingen in verschiedene Klassen und hatten Unterricht es war sehr spannend, obwohl wir nicht sonderlich viel verstanden. Um 13:50 Uhr war dann Unterrichtsschluss und wir gingen was Essen und danach haben wir noch verschiedene Sachen mit den Austauschpartnern und deren Familien gemacht. Am Dienstag hieß es für uns schon wieder Unterricht und wir wurden wieder auf Klassen verteilt. Als der Unterricht endlich vorbei war, gingen wir gemeinsam zum Piazza Castello und machten eine City- Sightseeing-Tour. Diese war sehr toll. Später bekamen wir noch eine Führung (auf Deutsch) durch das Schloss („ Palazzo Reale“). Am Abend gingen wir noch alle Pizza essen, die Pizza war hervorragend. Am nächsten Tag besuchten wir Deutschen die Mole, in der das Kinomuseum ist. Wir bekamen eine sehr tolle Führung durch das Museum. Nach dem Kinomuseum hatten wir ein wenig Freizeit bevor wir dann die nächste Führung durch das Ägyptische Museum bekamen. Nach der Führung wurden wir von unseren Austauschpartnern abgeholt und wir gingen alle nach Hause, da das Wetter nicht so toll war. Am Donnerstag trafen wir uns alle vor der Schule und wir Deutschen gingen ins Automobilmuseum und bekamen dort wieder eine Führung. Nach der Führung mussten wir sehr lange auf die Italiener warten. Da es sehr stark regnete gingen wir alle schnell nach Hause. Am Freitag holte uns dann ein großer Reisebus vor der Schule ab und wir fuhren nach Genova. Dort machten wir uns dann einen sehr schönen Tag und besuchten das Aquarium. Als wir wieder in Turin ankamen waren alle sehr kaputt und wollten sich nur noch entspannen. Am Samstag machten sich alle eine schönen Tag mit ihrer Gastfamilie. Und am Sonntag hieß es dann leider schon Abschied nehmen....
Sofie D., 9a

Turin

Als wir mit dem Reisebus in Turin reingefahren sind haben fast alle von uns angefangen zu schreien, manche vor Freude, manche vor Aufregung und manche weil sie von dem äußeren Bild Turins überwältigt waren. Das Turin, das wir da gesehen haben hat nicht unserer Vorstellung von Turin entsprochen. Man konnte nur Hochhäuser sehen, die mit Graffitis besprüht waren. Doch desto mehr wir das Zentrum Turins gefahren sind, umso mehr sah es nach dem Turin auf der Wikipediaseite aus. Wir kamen an und haben gleich am ersten Tag relativ viel von der wunderschönen Stadt gesehen. Ganz plötzlich sah Turin perfekt in meinen Augen aus und das obwohl es als wir im Bus saßen noch wie dem kompletten Gegenteil entsprach. Das erste was ich spüren konnte in dieser Stadt waren die Massen, die Menschenmassen und die Masse an seltenen Sehenswürdigkeiten. Ganz anders wie in Ludwigsburg hat man sich plötzlich nicht mehr so sicher gefühlt, weil alles so neu und unbekannt war. Jedes einzelne Gebäude sah so einzigartig und besonders aus, doch für unsere Austauschpartner war das selbstverständlich in einer so schönen und großen Stadt zu leben. Immer wenn wir durch die bisschen ,,ärmeren“ Gebiete Turins gelaufen sind hat sich die Spanne zwischen reich und arm spüren lassen. Es gab diese eine Straße, wo wirklich nur Luxusgeschäfte waren, wie zum Beispiel Gucci oder Dolce&Gabbana und dann standen auf dieser Straße mehrere Immigranten die versuchten Sonnenbrillen für wenige Euro zu verkaufen. In diesem Moment hatte ich schon ein mulmiges Gefühl in mir – es war traurig – doch auch das war für die Austauschpartner normal und selbstverständlich. Dennoch ist diese Stadt zum Verlieben gemacht, so viele Antiquitäten, die auf der Straße verkauft werden als ob sie nicht wertvoll wären. Die Stimmung von Großstadt, wenn man abends durch die Straßen und Gassen läuft. Es war eine unbezahlbare Zeit für uns alle, die für immer in Erinnerung bleiben wird. Ich glaube Turin hat uns alle sehr verändert und uns dazu angeregt wirklich die Italienische Sprache lernen zu wollen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal in eine Stadt, die nicht Ludwigsburg ist, verlieben werde, doch ich habe mich in Turin verliebt und träume auch davon mal dort für eine längere Zeit zu leben. Turin zu besuchen war wie eine Woche Geschichtsunterricht für mich, jede Ecke in Turin war ein Stück Geschichte. Turin ist nicht für jeden eine Traumstadt, doch für mich ist sie eindeutig eine Stadt, von der ich noch vieles sehen und lernen möchte.
Von D. Kavak

Ein Tag in Genova